[Pressemitteilung Norddeutscher Rundfunk]
Der frühere NDR Intendant Gerhard Schröder ist tot. Der Jurist und Volkswirt, der in den Jahren 1961 bis 1973 an der Spitze des Norddeutschen Rundfunks gestanden hatte, starb in der Nacht zum Montag (23. Januar) im Alter von 90 Jahren in Hamburg. Nach seiner zwölfjährigen Amtszeit beim NDR war Schröder elf Jahre lang - zwischen 1974 und 1985 - Intendant von Radio Bremen.
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NDR Intendant Lutz Marmor: „Der NDR verdankt Gerhard Schröder wichtige Impulse, von denen viele bis heute nachwirken. In seiner Amtszeit startete das dritte Fernsehprogramm, das heutige NDR Fernsehen. Gerhard Schröder prägte über ein Vierteljahrhundert hinweg die Rundfunklandschaft vor allem im Norden der damaligen Bundesrepublik. Er war ein Verfechter der Rundfunkfreiheit. Frühzeitig setzte er sich für eine intensive Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in Deutschland ein. Gemeinsam mit seinen Intendanten-Kollegen schuf er die Grundlage für das Auslands-Korrespondentennetz der ARD. Sein großes diplomatisches Geschick half ihm bei der Durchsetzung seiner zahlreichen Pläne und Ideen. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.”
Gerhard Schröder wurde am 3. März 1921 in Bad Wildungen (Nordhessen) geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft in Marburg wurde er 1952 Mitarbeiter des niedersächsischen Kultusministeriums in Hannover. Er war dort Ministerialrat und Leiter der Abteilung Kunst. Von 1955 bis 1961 gehörte Schröder dem NDR Verwaltungsrat an. Im November 1961 wurde er als Nachfolger von Walter Hilpert zum NDR Intendanten gewählt. In den Jahren 1970 und 1971 war Schröder ARD Vorsitzender. Sein Nachfolger an der Spitze des NDR war Martin Neuffer.
[Pressemitteilung Radio Bremen]
Gerhard Schröder, Radio Bremen-Intendant von 1974 bis 1985, ist in der Nacht von Sonntag auf heute im Alter von 90 Jahren in Hamburg gestorben.
Radio Bremen-Intendant Jan Metzger würdigte die Arbeit von Gerhard Schröder für Radio Bremen, die bis heute weiter wirke: "In seiner Zeit sind Sendungen wie "Loriot" und die "Rudi-Carrell-Show" entstanden, das TV-Regionalmagazin "buten un binnen" wurde erfunden und die Talkshow "3nach9" gestartet. Schröder hat dem Bremer Sender in seiner elfjährigen Amtszeit zu großer Anerkennung über die ARD hinaus verholfen und war über Jahrzehnte eine prägende Persönlichkeit der deutschen Medienlandschaft. Auch über seine Amtszeit hinaus blieb er Radio Bremen verbunden. Wir bedauern seinen Tod und wünschen seiner Familie Kraft in diesen traurigen Stunden."
Gerhard Schröder wurde am 3. März 1921 in Bad Wildungen geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft und legte 1951 sein Staatsexamen ab. Im folgenden Jahr wurde er Referent im niedersächsischen Kultusministerium. Später leitete er dort das Referat Hörfunk, Film, Presse und übernahm anschließend als Ministerialrat die Leitung der Abteilung Kunst und Kultur.
Von 1961 bis 1973 war er Intendant des NDR, dessen Verwaltungsrat er zuvor sechs Jahre lang – zuletzt als Vorsitzender – angehört hatte. In seine Wirkungszeit beim NDR fielen auch seine Verdienste als Vorsitzender der ARD (1970/71) und der ARD-Finanzausgleichskommission.
Schröder war 1974 als Nachfolger von Klaus Bölling Intendant von Radio Bremen geworden. 1985 übernahm Karl-Heinz Klostermeier das Intendantenamt.